Meine Erinnerung: Die Geburt

Die Geburt:

Am 27.08.2012 saß ich vor meinen PC und schaute mich im Internet um. Ich hatte ein komisches Gefühl, das es vielleicht bald losgehen würde. Meine Gedanken kreisten noch um das, was ich noch so erledigen musste. So gegen 22:30 Uhr legte ich mich ins Bett und schlief friedlich ein. Um 02:45 Uhr wachte ich auf, weil ich auf das Klo musste. Das kleine Geschäft erledigt. Legte mich dann wieder ins Bett. Nach ca 2 Minuten bin ich wieder aufgestanden, so schnell war ich mit dem Bauch noch nie auf den Füßen. Ich dachte mir, was soll das, ich bin müde, ich möchte weiter schlafen. Dann habe ich es wieder gespürt dieses komische ziehen. Ich bin hin und her gegangen, dann setzte ich mich auf das Bett und rüttelte den KV wach und sagte zu ihm er solle mir das Kreuz bitte streicheln. Er hat es gemacht 3-mal hin und her, dann hab ich ihn schnarchen gehört. Ich bin dann auf den Gang gegangen und bin dort hin und her gegangen vor der Tür bei meiner Mutter hatte ich wieder das ziehen. Im Hinterkopf habe ich es schon gehabt das es Wehen sind. Also schloss ich die Tür auf bei meiner Mutter und bin rein gegangen. Sie hat sich gerade vor 10 Minuten hingelegt. Ich sagte: “Bist Du auf Mama?”, und sie meinte “Ja, was ist denn los?” Meine Antwort darauf war “Ich weiß nicht so genau, aber ich hab ein Ziehen.” Sie stand wieder auf und sagte: “Juhu, das Baby kommt, das Baby kommt.” Sie fragte mich, ob ich die Zeit gezählt hätte, also die Abstände. Ich verneinte, weil ich daran gar nicht gedacht habe. Also sagte ich ihr, wann es anfing und wann es aufhörte. Am Anfang waren es 8 Minuten. Ich stand in der Küche und dachte mir, okay dann habe ich ja noch Zeit. Sie ging hinüber zum KV und weckte ihn auf. Als er mich dann sah, war er schlagartig munter. Er ruft im Spital an und fragte nach, wann es am besten ist zu kommen. Die Hebamme meinte, wenn die Mutter das Empfinden habe her zukommen, soll sie. Sie kann es nicht beurteilen. Naja, ich hatte das Empfinden erst später.

Angekommen sind wir im Spital um 06:00 Uhr. Die Autofahrt war die Hölle mit Wehen. Ehrlich, ich wusste nicht, wie ich am besten sitzen soll oder wie ich am besten atmen soll. In der Zwischenzeit rief ich ca. 1000-mal bei meiner Bekannten an, weil sie auch mit in den Kreißsaal ging, weil ich das so wollte.

Bei der Untersuchung würde festgestellt, dass der Muttermund 2 cm offen war und sie meinte, ich werde hier bleiben. Die Hebamme brachte mich in mein Zimmer. Der KV holte die Tasche vom Auto. Dann kam schon meine Bekannte. Sie entschuldigte sich 100 mal, weil das Auto nicht angesprungen ist. Ich sagte ihr, das es schon in Ordnung ist, Hauptsache sie sei da. Sie massierte mir mein Kreuz. Nach einer Weile meinte sie, ob sie eine kleine Pause machen könnte. Da meinte ich nur drauf, ich würde auch gern eine Pause machen, weil ich habe gerade Dauerwehen. Sie holte darauf die Hebamme, die mich in den Kreißsaal brachte.

Dort untersuchte sie mich dann noch mal. Es war ca. 8:00 Uhr und der Muttermund war bei 6 cm. Also es ging zügig voran. Ich lag also hier im Kreißsaal und wartete. Der KV hat mich am Arm gestreichelt und ich redete mit meiner Bekannten. Ich fragte sie, wann sie meint, das es wirklich los ginge. Sie sagte, wenn es so weiter geht, ist spätestens um 11:00 Uhr alles vorbei.

Nach einer Zeit spürte ich was nasses. Die Hebamme hat nachgesehen und meinte das Fruchtwasser ist abgegangen und der Muttermund ist schon auf 9 cm offen. Kurz darauf hatte ich das Gefühl, das ich pressen müsste. Das sagte ich ihr auch und sie meinte, ich darf erst pressen, wenn ich das Gefühl habe, auf die große Seite zu müssen. Jaaa, was soll ich euch sagen, so war es auch… Ich presste ca. 10 mal und es ging nichts weiter. Meine Kräfte haben nachgelassen. Ich hätte sogar noch eine PDA bekommen. Der Narkosearzt hat es auch versucht, 6 mal. Er meinte, er hört auf, weil er nicht durchkommt und es sei zu gefährlich. Und dann rief ich nach einem Arzt, weil ich mir gedachte habe, dass etwas nicht stimmen konnte. Mein genauer Satz lautete: “Ich will einen beschissenen Arzt auf der Stelle hier haben!” Keine Ahnung, wie lang es gedauert hat. Der Arzt war dann hier, hatte nachgeschaut und ich hab geglaubt, ich steig ihm ins Leben, so weh getan hat das. Davor hatte ich ihm gesagt, ich will sofort einen Kaiserschnitt haben. Er meinte noch nicht, jetzt schauen wir mal, was los ist.

Dann hörten sie die Herztöne von meinem Zwerg ab und meinten dann, ja okay, wir machen einen Kaiserschnitt. Der Arzt meinte, ich solle mich ausziehen. Gesagt getan. Der KV hat mir geholfen aufzustehen und ich wollte mir mein Nachthemd ausziehen, da bekam ich eine Wehe. Wenn mich der KV nicht aufgefangen hätte, wäre ich am Boden gelandet.Der Arzt meinte, was ich da unten mache, sagte ich drauf, dass ich eine Wehe habe. Er meinte drauf, stellen sie sich nicht so an, sie bekommen eh schon den Wehenhemmer. Dann bekam ich die Spritze, zog mich dann aus, legte mich auf das andere Bett, bekam einen Katheter geschoben und dann fragte man mich, ob ich eine Vollnarkose oder das andere wollte. Ich sagte sofort eine Vollnarkose. Ich sagte sofort eine Vollnarkose. Hab den Zettel unterschrieben und somit bin ich dann in den OP. Ich bekam noch mit, wie mir der Bauch mit etwas abgewischt worden war, mehr bekam ich dann nicht mehr mit.

Als ich wieder aufwachte, hatte ich sozusagen einen Schock. Ist eh klar, war meine erste Operation in meinen Leben. Ich bekam keine Luft und war nur am Zittern. Ca. 2 Stunden lag ich im Aufwachraum. Als erstes habe ich in den KV gesehen. Er meinte, das es unserem Sohn gut gehe und das er stolz auf mich ist.

Wie ich mich dann erholt habe und richtig geatmet habe, bin ich auf das Zimmer gekommen. Dort sah ich dann das erste Mal meinen Sohn. Skeptisch bin ich gewesen, keine Ahnung warum, aber ich war es.

Um 3:00 Uhr in der Früh wurde mir endlich der Katheter gezogen, weil ich die Nachtschwester so lang sekiert habe, bis sie es tat, da ich nicht mehr liegen konnte. Ich bin dann her umgegangen, was anstrengend war, aber ich schaffte es.

Der KV zeigte mir, wie ich die Fläschchen machen musste. Ich habe das Stillen abgelehnt, ich hatte sicher eine Vorahnung.

Nach ca. 5 Tagen sind wir Heim gefahren. Es war schwierig. Ich konnte nicht mal alleine aufs Klo gehen, weil ich mich nicht selber abwischen konnte. Es ist eklig, aber es war nun mal so.

Nach 1 Woche daheim, es war an einen Mittwoch in der Früh, so gegen 4:00 Uhr herum, wachte ich auf, weil ich auf das Klo musste. Ich wecke den KV auf, das er mit gehen soll. Als ich da so saß, schaute ich stutzig, weil meine Unterhose komplett nass war. Wir gingen ins Bett und ich sagte, er solle nachschauen, ob beim Kaiserschnitt etwas wäre. Der KV hob meinen Bauch an und meine er hole meine Mutter. Ich sagte ihm, er solle sie bitte nicht erschrecken. Sie kam und sah sich das an. Sie meinte, ich solle ins Spital fahren das anschauen lassen.

Also zogen wir uns an und fuhren ins Spital… Dort meinte die Nachtärztin, ich solle später noch mal kommen. Sie hat mich abgewischt und einen Verband dazwischen gegeben. Der KV hat mich nach Hause gebracht, hat sich dann eine Stunde hingelegt und dann ist er zum Kinderarzt gefahren, weil es die erste Untersuchung gegeben hat.

In der Zwischenzeit habe ich versucht zu schlafen, gelungen ist mir nur das ich gedöst habe. Nachdem der KV wieder zurück kam und mir berichtet hat, dass alles in Ordnung war, fuhren wir wieder ins Spital. Als wir dort ankamen, sind wir wieder in den 1 Stock gegangen und haben gesagt, dass wir wieder da wären… Die Hebamme meinte, die Ärzte wären noch im OP wir sollen warten. Wir sind dann in die Cafeteria gegangen und dort habe ich dann ein paar Frankfurter und eine Semmel gegessen. Wir sind dann wieder hinaufgegangen und da kam dann auch schon eine Ärztin und sagte wir sollen mitkommen. Wir sind in das Zimmer gegangen und dann hab ich mir den Bauch freigelegt. Sie sah sich das an und sagte, sie komme gleich, sie holt die Oberärztin. Die Oberärztin sah sich das Ganze an. Als ich sie so beobachte, hatte ich gewusst, dass ich da nicht raus komme und hier bleiben würde. Mein Vorteil, ich hatte vorher was gegessen, deswegen bin ich nicht gleich unter das Messer gekommen. Sie sagten mir, das ich ein Bauchdeckenabszess habe. Ich weinte, weil das alles zu viel war.

Ca. um 17:00 Uhr bin ich geholt worden für die zweite OP, wenn ich mich nicht täusche, dauerte die OP 2 Stunden. Diesmal wachte ich schon besser auf, ohne einen hysterischen Anfall.

Am nächsten Tag bekam ich wieder eine Narkose, weil ich dieses V.A.K. (https://de.wikipedia.org/wiki/Vakuumtherapie) bekam. Da bekommt man einen Schwamm auf die Wunde gelegt und dann wird ein Pflaster mit einem Schlauch draufgeklebt und so wird die Wunde abgedeckt. Das hatte ich bis Mitte Oktober und musste zweimal die Woche den Schwamm wechseln. Ich sag es euch, es war anstrengend, das man sich nicht so bewegen kann, wie man will. Man muss aufpassen, damit man da nicht dran kommt. Schlafen ging schon gar nicht!
Als ich das V.A.K. endlich los geworden bin, musste ich nach 3 Tagen noch mal hin zur Kontrolle und der Arzt meinte, da brauchen wir kein V.A.K. mehr, ich solle es nur noch ausspülen und desinfizieren. Ich kann euch nicht sagen, wie erleichtert ich war, das der Spuk endlich zu Ende war.

Am 28.08.2012 kam mein Sohn um 11:45 Uhr auf die Welt, mit einer Größe von 49 cm und einem Gewicht von 2570g.

XoXo Michi XoXo

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